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Lizenz CC BY 3.0, Quelle: peter-schaar.de

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Vortrag von Peter Schaar in der Reihe “Datenspuren, Fährtenleser”

Sind Algorithmen durch ihre technischen Rechenvorschriften nicht eigentlich neutral? Sollte nicht alles objektiver werden, wenn wir ihnen Entscheidungen im Einstellungsprozess oder bei Versicherungen überlassen? Sind die Zeiten von Diskriminierung nicht endlich vorbei? Leider nein, sagt Peter Schaar und erklärt in diesem Vortrag, wie sich Diskriminierung auch im digitalen Zeitalter fortsetzt.

Entscheidungen sollen nach objektiven Kriterien fallen. Niemand darf auf Grund seiner Religion, seines Geschlechts, seiner Herkunft oder seiner ethnischen Zugehörigkeit benachteiligt werden. Big Data-Algorithmen klassifizieren Menschen mittels nachprüfbarer, mathematisch-statistischer Verfahren. In die Bewertung fließen biographische, wirtschaftliche und verhaltensbezogene Daten ein. Im Ergebnis erhalten dabei vielfach Angehörige traditionell benachteiligter Gruppen schlechte Kopfnoten („Scorewerte“), auch wenn sie selbst in ihrem Verhalten keinerlei Anlass gegeben haben, an ihrer Vertrauens- oder Kreditwürdigkeit zu zweifeln. Allein die statistische, auf Referenzgruppen bezogene Betrachtung führt zu einer neuen, „objektivierten“ Form der Diskriminierung.

Peter Schaar war 10 Jahre lang Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit und ist Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID) in Berlin. In seinen Büchern setzt er sich mit Datenschutz und Überwachung auseinander und fragt, wie wir in der transparenten Gesellschaft leben wollen.

Der Vortrag ist Teil der Reihe “Datenspuren, Fährtenleser”, welche sich dem Thema Diskriminierung durch Big Data Algorithmen widmet. Sie wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Quelle: Cairo

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