"Noir Live“-Tour 2014

Nur nach vorne gehen“ heißt das Lied auf dem neuen Album der Broilers, aus dem diese
Zeilen stammen. Problemlos kann man den Text als „Mission-Statement“ der Düsseldorfer
Gruppe lesen: Das unbeirrte Vorwärtsstreben, das selbstbestimmte Beschreiten eines
Weges im Namen seiner Musik und für das, an was man glaubt. Unabhängigkeit und die
Zügel fest in der eigenen Hand als höchstes Ziel.
Nach diesem Credo sind die Broilers seit fast 20 Jahre auf ihrer Reise: Mit 12 hat Frontmann
Sammy Amara, der als Sänger und Gitarrist nicht nur Musik und Texte schreibt, sondern als
Grafiker-Designer auch für alle Artworks verantwortlich ist, 1994 die Formation gegründet.
Schon früh war ihm klar, dass nur Musik oder Kunst ein Leben nach eigenen Regeln
zulassen würde.
Sein Schulkamerad Andi Brügge, der noch heute hinterm Schlagzeug sitzt, war der Erste,
den er für diese gemeinsame Vision begeistern konnte. Die Freundschaft der beiden ist das
Fundament, auf dem die Band fußt, die heute zu den bekanntesten Rockgruppen im
deutschsprachigen Raum gehört.
Punk und der damit verbundene Ethos des „D.I.Y.“ – „Mach es selbst! Habe stets Du die
Kontrolle über Dein Tun!“ – waren Ausgangspunkt und Katalysator der musikalischen Reise
des Quintetts. Streetpunk oder „Oi!“-Musik war die Bezeichnung für den Sound der Gruppe,
was auch die Namenswahl nachhaltig beeinflusste. „Wir waren Teenager, vollgepumpt mit
Begeisterung für die Power dieser Musik und so musste der Name irgendwas mit „Oi!“ zu
haben. Ein Kumpel, zu Besuch aus einem der neuen Bundesländer, kam dann mit diesem
Vorschlag um die Ecke…..“ erinnert sich Drummer Andi an diesen für die Bandhistorie nicht
ganz unwichtigen Moment.
In den folgenden Jahren nahm die Band unter eigener Regie eine Handvoll Alben auf und
tourte durch die Clubs der Republik, bevor sie von dem Dortmunder Label People Like You
unter Vertrag genommen wurde. Dort erschien 2007 mit „Vanitas“ der erste Longplayer, der
auch außerhalb des Undergrounds für Aufsehen sorgte. Mit dem Lied „Meine Sache“ enthielt
die Scheibe einen echten Szene-Hit, der seitdem als Höhepunkt jedes Live-Set der Broilers
beschließt.
Mit dem nächsten Album „Santa Muerte“ gelang der Gruppe 2011 dann ein erster, ganz
große Wurf: Das Werk enterte die deutschen Charts auf Platz drei und steht mittlerweile kurz
vor Goldstatus. Die anschließende Tournee führte fast zwei Jahre lang durch die Hallen und
über die Festivalgelände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Und das mit einer
stetig wachsenden, begeisterten Zuschauerschar, so dass der Tourabschluss in der
Heimatstadt gleich an zwei ausverkauften Abenden vor 15.000 Fans zelebriert wurde.
Mit „NOIR“ erscheint nun endlich das neue Album der Broilers. Die Band überrascht mit
einem breitgefächerten musikalischen Spektrum, das ihre beeindruckende Entwicklung der
letzten Jahre widerspiegelt. Aber es geht natürlich auch um Hits im besten Sinne, Lieder mit
treffsicheren Refrains, die einen beim Hören packen, ordentlich durchrütteln und nicht mehr
loslassen wollen. Und es geht gleichermaßen um die ruhigen Songs, die einen umfangen
und innehalten lassen. Auf „NOIR“ gelingt es der Band bislang am überzeugendsten, ihren
über die Jahre entwickelten, eigenständigen Sound, der auf ungewöhnliche Weise Punk-,
Streetrock und Singersongwriter-Elemente in sich vereint, zu präsentieren.
„Unsere Wurzeln liegen natürlich im Punk, gleichzeitig sind wir stark von Soul und Reggae
beeinflusst“, so Amara. „Ich habe auch viel von den großen Storytellern der englischen und
amerikanischen Musikszene gelernt. Wir versuchen, all das zu verarbeiten und damit unsere
eigenen Geschichten zu erzählen.“
Die Stärke der Band sind ihre energetischen Songs, die immer wieder das Zeug zur Hymne
haben, aber anbiedernde Plattheit vermeiden. „Ich liebe Lieder, in deren Texte man
eintauchen kann und die eine große Bandbreite von Stimmungen erzeugen können.
Natürlich verlangen manche Themen eine gewisse Geradlinigkeit, aber ich finde es ebenso
wichtig, dem Hörer die Möglichkeit zu geben, meine Texte für sich selber zu deuten und zu
interpretieren“, so der Sänger über seine Lyrics, die zwischen Empathie und Verzweiflung
Liebe, Politik und Alltag kommentieren.
„Der Titel ‚NOIR‘ ist natürlich auch eine Anspielung auf unseren Bandnamen“ so Sammy
Amara. „Aber er ist für mich vor allem das Synonym dafür, wie ich meine Grundstimmung
und meine Sicht der Dinge in den letzten Jahren beschreiben würde. Die Welt ist eben nicht
immer nur der schöne Ort, als den ihn viele zu verkaufen oder krampfhaft zu sehen
versuchen. Da draußen ersaufen jeden Tag Menschen vor unserer Haustür, die nichts weiter
wollen, als ihr Leben ein bisschen menschenwürdiger zu führen, während man sich in
unseren Breiten darüber aufregt, nicht in Frieden seine Fahne hissen zu dürfen oder sich
zwischen Plasma und LCD entscheiden muss. Lachhaft und absurd. Aber uns ist natürlich
auch klar, wie viel Glück wir, privat und als Band, gehabt haben. Dass wir unsere Miete von
dem bezahlen können, was uns erfüllt und dass wir davon auch noch anderen etwas
mitgeben können. Immer wichtig, das Licht im Dunkel zu sehen.“
Die Broilers geben Kraft und spenden Trost mit Songs, die ihren Zuhörern in guten wie in
schlechten Zeiten ein zuverlässiger Begleiter sind. Die innige Liebe ihrer Fans, „Die Hards“
genannt, die man bei den Auftritten der Band fast mit den Händen greifen kann, sind ein
erstaunliches Alleinstellungsmerkmal der Band und der Beweis dafür, dass es viele sind,
denen die Broilers aus der Seele sprechen.
„NOIR“ ist die Standortbestimmung einer Band, bei der Glaubwürdigkeit und Leidenschaft
ganz groß geschrieben wird und die, nicht nur deshalb, noch einiges von sich hören lassen
wird. 2014 geht es zum ersten Mal auf Tournee in die ganz großen Hallen.
Produziert wurde „NOIR“ von Vincent Sorg, der auch beim Megaerfolg "Ballast der Republik"
der Toten Hosen hinter den Reglern saß und erscheint auf People Like You-Records im
Universal-Vertrieb.
Lasst Euch folgenden Termin nicht entgehen:
29.11.2014 s.Oliver Arena Würzburg
Einlass: 18 Uhr
Beginn: 20 Uhr