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„Quellen des Lebens“: CINEWORLD Film-Café zeigt melancholisch-ironisches bundesrepublikanisches Familienepos von Oskar Roehler
Die große, bedeutende Frage jedes Lebens ist doch: Wie wurde ich zu dem, was ich heute bin? Oscar Roehlers Film „Quellen des Lebens" erzählt eine Lebensgeschichte, genauer gesagt, Roehlers Lebensgeschichte, basierend auf seinem autobiografischen Roman „Herkunft". Das CINEWORLD Mainfrankenpark zeigt das Familienepos am Donnerstag, 21. März, beim nachmittäglichen Film-Café. Es erzählt mitreißend, bewegend und mit viel Humor die Geschichte von Robert Freytag und seiner Familie über drei Generationen - und damit zugleich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bevor der Film startet, serviert das Restaurant OSKARs den Filmbesuchern um 15 Uhr Kaffee und leckeren Kuchen aus der Bäckerei Will in Kitzingen. Filmbeginn ist um 16 Uhr. Geschichten aus der Bundesrepublik, die es so längst nicht mehr gibt. „Quellen des Lebens“ ist ein lässig gesponnenes Familienepos, das drei Generationen umspannt - von den braunen bis zu den „Flower Power"-Zeiten. West-Berlin, Käseigel, verwegen toupierte Frisuren, schwarzer Lidstrich, hämmernde Schreibmaschinen und Italienurlaub, eingehüllt in blauem Zigarettenrauch. Lustvoll spielt das deutsche Regie-Enfant-Terrible Oskar Roehler („Elementarteilchen") mit Klischees, traut sich verwegene Farbspielereien wie einst Rainer Werner Fassbinder in "Lola" und trifft musikalisch mit Komponist Martin Todsharow („Schutzengel") stets den richtigen Ton. Unterstützt wird er dabei von einer exzellenten Darstellerriege: Moritz Bleibtreu, Jürgen Vogel, Meret Becker, Kostja Ullmann und Lavinia Wilson. Infos und Karten bei der CINEWORLD Hotline (0 93 02) 93 13 04, an den CINEWORLD Ticketkassen sowie platzgenau im Internet unter www.cineworld-main.de Inhalt „Quellen des Lebens“ Vom Krieg gebeutelt und müde kehrt der Soldat Erich Freytag (Jürgen Vogel) 1949 nach Deutschland zurück. Seine Heimat ist ihm fremd geworden, er fühlt sich einsam und missachtet. Trotzdem rafft er sich auf und gründet erfolgreich eine Gartenzwergfabrik. Doch trotz Erfolg im Beruf ist Erich nicht glücklich. Seine Frau interessiert sich mehr für ihre Nachbarin als den eigenen Ehemann, mit seinem Sohn Klaus (Kostja Ullmann und später Moritz Bleibtreu) hat er wenig gemeinsam. Auch Klaus sehnt sich nach Harmonie und Geborgenheit, die er einige Jahre später bei der quirligen Gisela (Lavinia Wilson) findet. Gemeinsam bekommen sie ein Kind und alles scheint gut, bis Gisela als Autorin immer erfolgreicher wird und sich von der Familie abwendet. Ihr und Klaus’ Sohn Robert (Leonard Scheicher) verliebt sich schon früh in seine Nachbarin Laura (Lisa Smit), doch diese scheint sich nicht festlegen zu wollen. |