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„Auch Präsident Lincoln bediente sich der Korruption“
Experte Uwe Dolata spricht im CINEWORLD bei „Lincoln“

Das CINEWORLD Mainfrankenpark zeigt „Lincoln“ am Sonntag, 27. Januar, mit einer besonderen „Zugabe“: Uwe Dolata, Wirtschaftskriminologe und Korruptionsexperte im Bund Deutscher Kriminalbeamter“ spricht vor dem Film über das brandaktuelle Thema „Abgeordnetenbestechung“. Schon zu Zeiten von Abraham Lincoln war dieses aktuell, denn für seine Vision und den guten Zweck, die Apartheidpolitik zu beenden, schreckte Lincoln nicht davor zurück, auf fehlende Stimmen mittels Korruption zuzugreifen. Beginn des Kurzvortrages „Jeder Mensch hat seinen Preis“ ist um 16.15 Uhr, der Film startet im Anschluss.

"Wenn man sich alles kaufen kann, auch Abgeordnete in der Politik, dann ist die Demokratie in großer Gefahr", sagt Uwe Dolata. In seinem Vortrag beschreibt Dolata den Zustand der Korruption in der Bundesrepublik Deutschland. Noch heute hat Deutschland keine wirksame Gesetzgebung gegen Abgeordnetenbestechung, obwohl bereits 150 Länder eine entsprechende UN-Konvention umgesetzt haben. Welche Auswirkungen Korruption auf unsere Gesellschaft, unsere Politik und unsere Wirtschaft hat und warum die wild wuchernde Bestechung unsere Kultur in den Abgrund zu reißen droht, wird der fesselnde Vortrag aufbereiten.

„Lincoln“ basiert auf einem vielschichtigen Drehbuch des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Tony Kushner. Spielbergs schonungslos menschliche Art des Geschichtenerzählens und das subtile Spiel des von Daniel Day-Lewis angeführten Ensembles geleiten den Zuschauer tief hinein in das Herz und die Seele von Lincoln und zeugen von dessen großen Leistungen. Lincoln ist ein Mann der Paradoxe: witzig und würdig, verspielter Geschichtenerzähler und gnadenloser Machtmensch, gerissener Feldherr und verletzlicher Vater. In den dunkelsten Stunden der amerikanischen Geschichte wächst er über sich hinaus, nimmt seine ganz Kraft zusammen, um ein Vermächtnis für die Ewigkeit zu hinterlassen.

Infos bei der CINEWORLD Hotline (0 93 02) 93 13 04 sowie im Internet unter www.cineworld-main.de

„Wenn Sklaverei nicht falsch ist, ist nichts falsch.”
– Abraham Lincoln, in einem Brief, geschrieben im Dezember 1865
Das eindringliche menschliche Drama spielt zum Ende des verheerenden Bürgerkrieges. An Lincoln liegt es nicht nur, die Kampfhandlungen zu beenden, es muss ihm auch gelingen, den 13. Verfassungszusatz durchzusetzen, der eine endgültige Abschaffung der Sklaverei gesetzmäßig verankern wird. Diese Tat setzt wahrhaften Mut voraus. Lincoln muss sich all seines Verhandlungsgeschicks und seiner moralischen Stärke besinnen – und wird dafür zur Legende werden. Die Auswirkungen seiner Taten setzen ihn einer starken Belastungsprobe aus, gleichermaßen auf persönlicher wie nationaler Ebene. Aber genau das ist Lincoln immer zuvorderst am Herzen gelegen: Gerechtigkeit für alle – für sein Land und die, die er liebt. Er scheut sich nicht, die Nation zur Einheit zu zwingen, er muss dazu jedoch die Opposition in seiner Regierung von seinen Vorstellungen überzeugen. Nur so kann er sein Ziel erreichen, die Welt zu einem gerechteren Ort zu machen.